Das ich gerade im Winter ein Hasenfuß bin, was das Autofahren angeht – ist zumindest bei all meinen Freunden bekannt. Deshalb ist es jetzt auch nicht weiter tragisch, dies jetzt nochmal ganz öffentlich hier im Blog zu erwähnen. Denn dann ist es ja für diese, meine aufmerksamen Leser, nichts Neues … 😉 Bei genau jenen lieben Menschen muss ich mich für NICHTS schämen. Der welt-weit-reichenden Internet-Gesellschaft unterbreite ich mit dem hier aufgeschriebenen Ereignis nichts spektakuläres. Für sie bin ich dann nur eine weitere Auto-unfahr-fähige Frau. Damit kann ich durchaus leben. Aber nun gut, wovon spreche/schreibe ich eigentlich?! Vom letzten Freitag nachmittag, der dazugehörigen Mittagspause und einer spontanen Idee, mit den Schlabradors Baileys und Nutella ´ne Runde spazieren zu gehen. Eine prima Idee, wo geht´s denn hin? Auf unsere große Lieblingswiese im Nachbar-Dorf. Dort wo wir uns meistens treffen. War ich selbst doch nun schon seit Wochen nicht mehr dort spazieren. Also ´ne spitzen Idee. (Den Treffpunkt hatte doch auch noch glatt ich selbst vorgeschlagen…) Doch der (Feld)Weg dorthin ist im Winter nicht geräumt. Deshalb macht es zu dieser Jahreszeit meist keinen Sinn, dort spazieren gehen zu wollen. Das weiß ich eigentlich auch. Irgendwie nur verließ mich jene Erinnerung an diesem Freitag. Hmmmmpppffffffff….. Nun fahre ich also in Vorfreude auf den gelben Opi und die braune Hippeltrulla die Landtrasse entlang, es erscheint die Einfahrt zum besagten Feldweg. Ah, gut – etwas Rollsplit in der Einfahrt – dann kommst Du nachher auch besser wieder raus. Lenkrad eingeschlagen und schon mit Vorsicht bedacht, langsam den leicht zugeschneiten Weg entlang. Vorsichtig fahre ich ja eh immer Jedoch hatte sich meine Wahrnehmung stark getäuscht. Der Weg war nicht etwa nur leicht zugeschneit. Nach den ersten 10 Metern wandelte sich der Strassenbelag in eine spitzenmässige Eisbahn. Nur schlecht ohne Kufen unter den Schuhen, äh Reifen. Zum Glück folgte nach der ersten Kurve eine kleine eisfreie Gras-Bucht, welche ich prompt ansteuerte. Puh, fester Boden unter den Füßen. Nur nicht lange genug. Da ich nicht darauf warten wollte, dass die anderen Spaziergangsteilnehmer auch diesen Weg entlang schlittern mussten, ließ ich den Motor wieder an. Rückwärts den Feldweg wieder zurück … ehm, neee danke. Also umdrehen. Klasse Idee . Von denen hatte ich ja heute nicht schon genug gehabt!?! Natürlich kam ich nicht weit, nach dem ersten Zug stand ich quer auf dem Weg, keiner meiner 4 treuen Freunde hatte mehr Griff im Boden. Das meine Nerven schon längst am platzen waren, brauch´ ich jetzt wohl kaum noch erwähnen. Ich verfluchte mich und meine Blödheit Fahr-Unfähigkeit. Also Rheya aus dem Auto ausgeladen und zu Fuß zurück zur Strasse gerutscht und geschlittert. Zum Glück nahte dann irgendwann meine Rettung. Die unerschrockene Heldin, die mich schon früher so oft in solchen winterlichen Situationen vom Fahrersitz geschubst hat, um mich und mein Auto heil und gesund nach Hause, oder jedes andere Ziel zu bringen. Ich hatte mich zu meinem Glück genau mit der Richtigen zum Spaziergang verabredet. Es gibt sie also noch. Solch tapfere Helden. Danke. Und ja, es gibt sie – die anderen – auch noch. Jene, die dringend ein (Winter-)Fahrsicherheitstraining bei den gelben Engeln absolvieren sollten.