Es fällt schwer, diesen Artikel zu schreiben. Aber ich denke es ist wichtig, um Rheya´s Krankengeschichte reflektieren zu können. Die Gedanken aufzuschreiben hilft mir vielleicht, sie besser zu verstehen.

Angefangen hat diese „Sorgenwoche“ in der Nacht vom 16. zum 17. Mai. Von einer Sekunde auf die andere hatte Rheya starke Bauchkrämpfe. Sie stöhnte die halbe Nacht lang und konnte nicht richtig schlafen. Sie hatte allerdings weder Erbrechen noch Durchfall, auch kein Fieber. Sie wirkte aber sehr matt & abgeschlagen, ihre Schleimhäute waren sehr, sehr blass. Das machte mir grosse Sorgen. Also fuhren wir am nächsten Tag zum Bereitschaftstierarzt – es war ja Feiertag.

In Arnstadt wurde sie dann untersucht, ihr Blut abgenommen, und Schmerzmittel verabreicht. Die Schleimhäute im Maul waren leicht gelb, Daher waren Nieren & Leber im Verdacht. Laut dem Tierarzt war ausserdem die Milz leicht vergrössert. Mehr konnte uns der Doc noch nicht sagen. Mit Bauchschmerzen unsererseits fuhren wir dann erstmal wieder nach Hause.
18. Mai
Am nächten Tag fuhren wir erneut hin, die Ergebnisse der Blutuntersuchung erfragen & die weitere Behandlung zu klären. Das Blutbild zeigte eine hohe Anzahl an Leukozyten, die Werte von roten Blutkörperchen und Hämatokrit waren zu niedrig. Leber und Nierenwerte waren aber okay. Die Werte der Bauchspeicheldrüse waren jedoch wohl nicht in Ordnung. Um das eindeutiger bestimmen zu können, musste aber noch ein weiterer Blutwert nachgefordert werden – also weiter abwarten. Gegen die vermutete Infektion bekam sie erstmal Antibiotika und wir vereinbarten einen Termin zum Ultraschall am Montag. Dort wollten wir uns den Bauchraum genauer anschauen.
Vom Krankheitsbild war sie bis hierhin weiterhin unverändert: Schlapp und lustlos, keine 10 Meter wollte sie laufen, war sehr kurzatmig und schlief kaum. Kein Durchfall oder Erbrechen. Da nach dem Fressen die Beschwerden allerdings stärker wurden, stellte ich sie erstmal auf Reis, Hühnchen & Möhren-Diät um.

19. und 20. Mai
Rheya ging es stückweise besser, wir konnten wieder ein paar kleinere Spaziergänge von 5-10 Minuten machen. Die Krämpfe nach dem Fressen waren durch die Diät und vielen kleinen Portionen auch schon weniger geworden. Sie schlief wieder ruhiger, aber immernoch sehr viel & hatte keine Lust zum Spielen. Die Schleimhäute waren weiterhin sehr blass.